Mittwoch, 18. Juli 2007

Russische Großmachtfantasien

Namhafte russische Militär- und Sicherheitsexperten trafen sich, um über Russlands Verhältnis zu den USA zu diskutieren. Heraus kam folgende "Erkenntnis": Es bestehe die Möglichkeit, dass es schon in den nächsten 10 bis 15 Jahren zu einem Krieg zwischen den beiden Staaten kommen könne. Der Grund dafür sei schon heute offensichtlich, so Generalmajor Alexander Wladimirow:
„Die Beseitigung des mächtigsten geopolitischen Gegners vom Antlitz der Erde,
der über die Möglichkeit verfügt, die USA innerhalb von 30 Minuten
auszulöschen.“
Darüber hinaus gehe es den USA darum, sich wichtige Rohstoffquellen zu sichern. Die eigentliche Motivation hinter der Aufstellung eines solchen Szenarios ist natürlich offentsichtlich, da eine Aufrüstungswunschliste von den hohen Militärs gleich mitgeliefert wurde: Es geht um den „Wiederaufbau der Armee, der Rüstungsindustrie, die Schaffung neuer effektiver Mittel des bewaffneten Kampfes“. Und am Ende eines solchen Krieges sieht Generalmajor Wladimorow natürlich „unseren vollständigen Sieg“ und den „nationalen Zusammenbruch der nordamerikanischen Staaten“.
Es lebe der Kalte Krieg!

Good Night, Senate!

Der Demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, hat heute eine 24-Stunden-Debatte im Oberhaus des US-Kongresses angesetzt. Das heißt, dass die Herren und Frauen Senatoren heute den ganzen Tag, sowie die ganze Nacht (Liegen wurden bereits in einem Nebenraum aufgestellt) debattieren werden. Über was? Natürlich über das Lieblingsthema eines jeden Democrat: Die Kapitulation im Irak. Genau gesagt wollen die Demokraten ein Gesetz durchbringen, das einen Abzug aus dem Irak innerhalb der nächsten 120 Tage vorsieht. Das bedeutet, dass die Demokraten nicht gewillt sind, auf den Zwischenbericht von General Patraeus über den Erfolg oder Misserfolg des neuen Kurses im Irak zu warten. Dieser soll im September veröffentlich werden.
Die Republikaner haben schon angekündigt, es gar nicht erst zu einer Abstimmung über dieses schändliche Gesetz kommen zu lassen. Dafür braucht man laut Senatsstatuten 60 Stimmen, die die Demokraten alleine nicht haben.
Der Minderheitsführer, Republikaner Mitch McConnell hat es passend ausgedrückt:
"Our enemies aren't threatened by talk-a-thons, and our troops deserve better
than publicity stunts."

Also, Republicans, ihr wisst was ihr zu tun habt: Nutzt die Liegen, legt euch schlafen, lasst die Dems mit sich selbst debattieren und morgen, wenn’s drauf ankommt, gebt ihr ausgeschlafen eure Nein-Stimme ab!

Dienstag, 17. Juli 2007

Der 11. September und der Reichstagsbrand

Wer dachte, niveaulose Bush-Hitler-Vergleiche seien ein besonderes Talent unseres schönen Landes, sieht sich nun eines besseren belehrt. Ein Amerikaner dachte sich vor ein paar Tagen: Was die können, kann ich schon lange! Dabei handelt es sich aber nicht um irgendeinen Amerikaner, sondern um Keith Ellison, seines Zeichens Demokratischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus aus dem US-Bundesstaat Minnesota.
Ellison hatte nach der Kongress-Wahl 2006 von sich reden gemacht, da er der erste Moslem ist, der in die Abgeordneten-Kammer einzog. Besonders hoch schlugen die Wellen, als er ankündigte, seinen Eid auf den Koran abzuleisten.
Am 8. Juli nun sprach Ellison vor den "Atheists for Human Rights" und sagte dabei in Bezug auf den 11. September:
"It's almost like the Reichstag fire, kind of reminds me of that. After the
Reichstag was burned, they blamed the Communists for it and it put the
leader of that country [Hitler] in a position where he could basically have
authority to do whatever he wanted."
Ellison schob in weiser Voraussicht sogleich hinterher, er beschuldige die Bush-Administration damit nicht, den 11. September geplant zu haben. Nein, natürlich nicht!
Doch das war noch nicht alles. Ellison konnte es sich nicht nehmen lassen, auch noch ein paar nette Worte an die Adresse Cheneys zu richten: Dessen Weigerung, dem Kongress in bestimmten Fragen Rede und Antwort zu stehen sei "the very definition of totalitarianism, authoritarianism and dictatorship".

Der Hass gegen die Bush-Administration, ja die Bereitschaft auf Seiten der Demokraten, in ihr eine Brut des Teufels zu sehen, hat mal wieder neue Höhen erklommen. Es ist diesem Blog völlig unverständlich, wie sich die amerikanische Opposition dieser Irrationalität anschließen kann. Von deutschen, Pace-Fahnen schwenkenden Rasta-Locken ist man so was ja gewohnt. Aber von Kongress-Abgeordneten erwartet man dann doch etwas mehr. Na ja, vielleicht sollte man seine Hoffnungen nicht zu hoch hängen, wenn ein solcher Abgeordneter den Zusatz Democrat hinter seinem Namen trägt.

Samstag, 14. Juli 2007

Anfang gut, alles gut.

Ich bin spät dran, ich weiß es. Schon 68 Monate hat George W. Bush als Präsident hinter sich gebracht und in dieser Zeit sind Blogs über ihn und seine Politik wie Gras aus dem Boden gesprießt. Irgendwie habe ich diese Entwicklung verpasst; oder ich habe mich bisher einfach nur nicht getraut. Ehrlich gesagt schreibe ich gerade auch einfach nur los, ohne zu wissen, wie es in diesem Blog weiter gehen wird, und was mich erwartet.
Doch genau darum soll es ja gehen: In all diesen 68 Monaten habe ich unzählige Debatten über die Bush-Administration und ihre Politik geführt; mit Freunden, Verwandten, Mitschülern, Kommilitonen und Leuten, die ich gerade erst kennen gelernt hatte. Und natürlich in Blogs. Jetzt möchte ICH einfach mal drauf los schreiben; über Themen, die mir wichtig sind: Amerika und alles, was dieses Land angeht; die Herausforderungen unserer Zeit, wozu vor allem der Krieg gegen den Terror und den Islamofaschismus gehört; und vor allen Dingen über George W. Bush und das, wofür er steht.
In der kommenden Zeit freue ich mich auf jeden, der sich hierher verirrt und sich an den hoffentlich bald lebhaften Diskussionen beteiligen wird. Ob pro oder contra, Kritik oder Lob: Lasst es mich hören und sagt eure Meinung. Denn das ist schließlich die größte Freiheit, die wir haben.
68 Monate sind schon vergangen. Aber 18 Monate bleiben noch.
Let's roll!